How to Survive the Holidays Without Losing Yourself

So überstehst du die Feiertage, ohne dich selbst zu verlieren

Ich hatte schon immer gemischte Gefühle zu Weihnachten – aber hier kommt eine Version, die anders ist.

Jeen Low

Ich hatte schon immer gemischte Gefühle zu Weihnachten.

Nicht, weil ich etwas gegen die Feiertage habe – ich liebe Rituale, ich liebe Wärme und, du weißt es, ich liebe Glitzer.

Aber die Version mit überverpackten Geschenksets in Plastikglitzer-Schachteln, Deko, die eine Saison lebt und dann entsorgt wird, und panikgekauften Geschenken, die direkt in der „Zum-Weiterverschenken“-Box landen … die fällt mir schwerer zu lieben.


Die Kunst des durchdachten Schenkens

Kurz bevor ich im Winter verreiste, kam eine Freundin vorbei und brachte mir ein paar Dinge:

  • Eine Tüte Macadamianüsse (weil sie wusste, dass ich sie liebe)
  • Ein Glas Yacon-Sirup (ein natürlicher Süßstoff, der den Blutzucker nicht ansteigen lässt)
  • Eine Flasche selbstgemachter Kurkuma-Ingwer-Saft

Es war durchdacht. Es war nützlich. Und es war perfekt. Genau diese Art von Geschenken wünsche ich mir mehr.


Ideen für selbstgemachte Geschenke

Ihre Geschenke haben mich inspiriert. Sie waren persönlich, aber auch allgemein beliebt (zumindest bei Erwachsenen) – und vor allem: man kann sie in großen Mengen herstellen und trotzdem fühlt sich jede Gabe individuell an.

Außerdem ist das Herstellen zu Hause selbst schon ein schönes Winterritual.

Hier ein paar kostengünstige Ideen, die ich gemacht habe und liebe (du wirst definitiv welche für dich behalten wollen):

  • Marmeladen und Chutneys
  • Selbstgemischtes Granola
  • Peelings
  • Kekse (klassisch oder mal mit ungewöhnlichen Aromen)
  • Trinkschokolade am Stiel (selbst noch nicht gemacht, aber klingt süß!)
  • Chili-Öl (mit eigenem Twist: Samen, Nüsse, Schärfegrade …)

Und dann ist da noch das Familienthema

Selbst wenn man seine Familie wirklich liebt, kann die Zeit mit ihr zu Weihnachten … intensiv sein. Alles kommt hoch: das Warme, das Schräge, das Unausgesprochene. Mit Kindern steigt die Intensität nochmal.

Als jemand ohne Kinder (mittlerweile 40 und immer noch kinderfrei) kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen, wie es ist, Weihnachten für ein Kind zu gestalten. Aber ich stelle es mir kraftvoll vor. Mit viel Energie, Planung und Herz.

Was ich aber kenne: zu Besuch zu sein. Bei Familien mit Kindern. Tante, Freundin, Beobachterin zu sein – mit eigenen Werten und Rhythmus – und trotzdem in den Trubel einzutauchen, ohne sich zu verlieren.

Denn ausweichen ist nicht immer eine Option. Und eine Grinch zu sein, möchte ich auch nicht.

Aber manches bleibt einfach … anstrengend.


Wie die Geschenke, die du nie wolltest

So zu tun, als würde man sich über ein gut gemeintes, aber total danebenliegendes Geschenk freuen, ist eine echte Kunst – besonders wenn man versucht, bewusster zu leben.

Aber: Es ist okay. Nicht jedes Geschenk muss ins Schwarze treffen. Jemand hat sich Mühe gegeben – das zählt.

Sag ehrlich Danke, und gib es weiter an jemanden, der es besser gebrauchen kann.


Oder die ungefragten Kommentare zum Leben

„Und, was kommt als Nächstes bei dir?“

„Hast du mal über Kinder nachgedacht?“

„Machst du immer noch dieses Glitzer-Ding?“

„Ich mein’s ja nur gut…“

Wenn du mit asiatischen Tanten aufgewachsen bist, kennst du das. Der Filter fehlt. Und ehrlich? Ich liebe sie ein bisschen dafür.

Ja, manchmal geht’s daneben. Aber es ist meist gut gemeint. Und ich nehme es nicht persönlich – wirklich nicht.

Sie sprechen aus einer anderen Zeit, mit anderen Werten. Und das ist okay. Ich finde es sogar charmant, wie verschieden ihre Lebensvorstellungen von meinen sind.

Meistens antworte ich mit einem Schmunzeln. Manchmal spiele ich ein bisschen mit – liebevoll provozierend, aber immer mit Humor.

Aber wenn es doch mal weh tut, und es kommt von jemandem, der dir wichtig ist: Thema wechseln. Mit Humor. Oder einfach sagen: „Danke, ich hab das im Griff.“

Und wenn es jemand ist, der dir egal ist? Dann darfst du auch sagen: „Darüber möchte ich gerade nicht sprechen.“ Du musst dich nicht erklären.

Nicht jeder Kommentar braucht eine Antwort. Nicht jede Frage verdient deine Energie.


Wenn du also versuchst, die Feiertage präsent zu überstehen, ohne den Verstand zu verlieren – hier sind 5 Dinge, die ich mir merke:

  1. Schenke weniger, aber besser. Selbstgemacht. Nützlich. Mit Herz.

  2. Lass die anderen machen, wie sie wollen. Du musst Weihnachten nicht retten. Nicht jeder feiert wie du. Sei weich, wo du kannst. Sieh, was funktioniert. Finde die guten Momente.

  3. Begegne ungewollten Geschenken und Kommentaren mit Freundlichkeit. Sie meinen es (meistens) gut. Auch wenn sie danebenzielen.

  4. Schütze deine Energie. Geh raus, wenn du’s brauchst. Frische Luft. Stille. Selbst wenn’s nur das Badezimmer ist.

  5. Bring etwas Kleines und Echtes mit. Ein liebevolles Geschenk. Eine helfende Hand. Ein offenes Gespräch. Du musst nicht mithalten mit dem Chaos – bring einfach deine Art von Fürsorge mit.

 


Und wenn du ein bisschen Glitzer zu den Festtagen beitragen willst – du weißt, wo du uns findest!

 

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